BEIM ATELIER SCHLÄFLI DREHT SICH ALLES UM DAS KIND, AKTIVITÄT UND KREATIVITÄT.

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Die Treppen von Bern

Diese Arbeit entstand über einen Zeitraum von 10 Jahren. Zumal das Material und die Idee sehr aufwändig war und ich in dieser Zeit drei Kinder bekam. Als mir 1992 durch meine Heirat klar wurde, dass ich für die nächsten Jahre in Bern leben würde, wollte ich diese Stadt richtig kennen lernen. So lief ich durch die Stadt und entdecke diese wunderbaren alten Treppen. Sie verbinden die Matte mit der unteren Altstadt und sind Zeitzeichen der Entstehung von Bern. Eine Treppe zu gehen die man nicht kennt, ist wie einen Lebensweg zu gehen. Manchmal steil und anstrengend, weil die Stufen sehr klein sind. Ähnlich wie Schicksalsschläge, die einen hinter einander ereilen können. Manchmal ist eine Treppe geschwungen oder verläuft zickzack wie unsere Entscheidungen im Leben die wir vielleicht fällen müssen. Es gibt Treppen, die sind eng und werden dann weit – geben einem plötzlich Gelegenheit, sich auf einer Bank auszuruhen. Den Blick schweifen zu lassen und den Ausblick zu geniessen. Auch im Leben braucht es nach einer sehr intensiven Zeit, einen Moment in dem man sein Werk, seine geleistete Arbeit und das Leben ansich auch schätzen und geniessen kann. Eine innere Ruhe, Kraft sammeln, teil haben um mit neuer Energie weiter zu gehen. So sind diese Altstadttreppen von Bern entstanden. Um mit meiner Technik(aus der heutigen Zeit ) noch einen stärkeren Bezug zu der damaligen Zeit her zu stellen, habe ich von einem Schreiner Bilderrahmen machen lassen. Das Holz ist 150 Jahre alt. Rau und ähnlich verlebt wie die Treppen unserer Altstadt.

Meine Vernissage hätte ich gerne auf der Münstertreppe machen lassen, doch das hätte den Rahmen gesprengt und so bin ich in die Loeb Galerie. Auch hier wieder Neu mit Alt zu verbinden und Treppenbilder auf einer Treppe ausstellen zu können war für mich ein guter Kompromis.